Interner Link Aktuelles

Prognose der Zahnärztezahlen bis 2030

In regelmäßigen Abständen von etwa zehn Jahren veröffentlicht das Institut der deutschen Zahnärzte (IDZ) Forschungsberichte über die voraussichtliche Entwicklung der Zahnärztezahlen.

In den Jahren 1990 und 1997 sind Studien über einen Zeitraum von jeweils 20 Jahren veröffentlicht worden. Beiden Veröffentlichungen ist gemeinsam, dass die prognostizierte Zahl der Zahnärzte im Vergleich zu den tatsächlich verzeichneten Zahnärztezahlen deutlich zu hoch ausgefallen ist.

Die aktuell vorgelegte Studie aus dem Februar 2009 (IDZ 1/09, ISSN 0931-9816) unterscheidet sich in einigen Punkten wesentlich von ihren Vorgängern, da erstmals der voraussichtliche Behandlungsbedarf sowie die aktuelle Prognose der Bevölkerungsentwicklung mit einbezogen werden. Außerdem werden drei unterschiedliche Szenarien (wahrscheinliche, obere und untere Entwicklung der Zahnärztezahlen) dargestellt.

Ausgangspunkt für alle Prognoserechnungen sind die IST - Zahlen des Jahres 2006. In der Prognosevariante

Diese Annahmen scheinen aber nach Ansicht des Verfassers noch immer recht hoch gegriffen, weil seit dem Jahr 2001 (mit Ausnahme eines leichten Anstiegs im Jahr 2004) jedes Jahr die Zahl der Approbationen gesunken ist, und im Jahr 2005 insgesamt 1.658 und im Jahr 2006 sogar lediglich 1.573 Approbationen zu verzeichnen waren.

Folgt man den Annahmen und Darstellungen von Prognosevariante 3 (1.700 Approbationen/Jahr), lassen sich für die nächsten zwanzig Jahre die nachfolgend beschriebenen Trends darstellen:

Aus Sicht des Autors fehlt eine Darstellung der Auswirkungen, die sich aus der prognostizierten deutlichen Zunahme der Zahl der Zahnärztinnen ergeben, weil deren Lebensplanung (Familie, Kinder) in vielen Fällen dazu führen dürfte, dass

 

Autoren des Artikels:

Dr. Detlev Nies
öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für die Bewertung von Arzt- und Zahnarztpraxen

Katja Nies
Diplomvolkswirtin
Sachverständige für die Bewertung von Arzt- und Zahnarztpraxen


Sachverständigensozietät Dr. D. Nies und K. Nies